Datenschutzbeauftragter verhängt 35 Mio. € Bußgeld

Datenschutzbeauftragter verhängt 35 Mio. € Bußgeld

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte verhängt ein hohes Bußgeld gegen H&M. Grund sind u.a. Verstöße gegen die DS-GVO im Bereich Mitarbeiterüberwachung.

Mehrere hundert Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des H&M Servicecenters sind in Nürnberg überwacht worden. Die Center-Leitung hat den hamburgisch Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit (HmbBfDI) mit der Überwachung angewiesen. Der Bußgeldbescheid ist gegen H&M Hennes & Mauritz Online Shop A.B. & Co. KG in Höhe von 35.258.707,95 € erlassen worden.

H&M mit Sitz in Hamburg betreibt das Service-Center in Nürnberg. Dort sind seit mindestens 2014 von einem Teil der Beschäftigten umfangreiche Erfassungen von privaten Lebensumständen vorgenommen worden. Die Notizen und Erkenntnisse wurden teilweise aufgezeichnet, digital gespeichert und auch auf Netzlaufwerken gespeichert, die für einen Kreis von Führungskräften lesbar. Dies Informationen konnten Notizen, Mitschnitte  und Inhalte wie Urlaubs- und Krankheitsabwesenheiten sein oder auch Notizen zu Urlaubserlebnisse, die auf Flurgesprächen Thema waren. Es konnten aber auch Krankheitssymptome und Diagnosen oder religiöse Zugehörigkeiten sein. Zum Teil wurden die Informationen umfangreich und detaillierte gespeichert. Die Aufzeichnungen wurden stellenweise sehr detailliert vorgenommen und im zeitlichen Verlauf notiert. Die so erhobenen Daten wurden neben einer exakten Auswertung der individuellen Arbeitsleistung u.a. genutzt, um ein Profil der Beschäftigten für Maßnahmen und Entscheidungen im Arbeitsverhältnis entsprechend zu treffen. Die Kombination aus der Erkundung des Privatlebens und der fortlaufenden Erfassung über die Tätigkeiten der Mitarbeiter führte zu einem besonders tiefen Eingriff in die Datenschutzrechte. 

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Quelle
datenschutz-hamburg.de
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